Wie Yoga Menschen mit Trauma unterstützen kann:
- Jasmin Darge
- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Traumatische Erfahrungen wirken nicht nur in Gedanken oder Erinnerungen nach.
Sie hinterlassen auch Spuren im Körper.
Nach bedrohlichen oder stark belastenden Situationen bleibt unser Nervensystem oft länger in Alarmbereitschaft:
Anspannung, innere Unruhe, Schlafprobleme, erhöhte Wachsamkeit oder ein dauerhaft erhöhter Muskeltonus können entstehen.
Das ist zunächst eine sinnvolle Schutzreaktion - der Körper versucht, Sicherheit herzustellen.
Problematisch wird es, wenn dieser Zustand nicht von selbst abklingt.
Hier kann körperorientierte Arbeit wie Yoga unterstützen.
Nicht durch positives Denken oder Durchhalten, sondern von unten nach oben:
über Bewegung, Atem und Körperwahrnehmung.
Viele kennen die Erfahrung, dass Haltung und Bewegung das innere Erleben beeinflussen.
Nicht, weil eine Pose etwas heilt,
sondern weil sie neue Erfahrungen möglich macht.
Wichtig dabei:
Es gibt keine Asana mit garantierter Wirkung.
Yoga ist kein Reparaturprogramm.
Was Yoga stattdessen bieten kann, ist ein sicherer Rahmen,
in dem Menschen ihren Körper wieder wahrnehmen lernen:
Grenzen spüren, Unterschiede bemerken, Einfluss erleben.
Daraus kann mit der Zeit Selbstwirksamkeit entstehen:
Ich merke etwas. Ich kann reagieren. Ich habe Handlungsspielraum.
Gerade für viele traumatisierte Menschen ist hilfreich,
dass Achtsamkeit im Yoga über Bewegung entsteht,
nicht über langes Stillsitzen.
Yoga ersetzt keine Traumatherapie.
Aber es kann begleitend helfen,
den eigenen Körper wieder als Verbündeten zu erleben.
Kurz gesagt:
Yoga verspricht keine Heilung.
Aber es kann Räume öffnen,
in denen Veränderung überhaupt erst möglich wird.
























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